Mittwoch-Freitag, 14. - 16.4. Die letzten Tage waren relativ ruhig. Da ich auf meine Frau warte, um mir dann die Highlights von Gambia anzusehen, habe ich mir die Nachmittage mit Basissightseeing vertrieben. Soll heißen, ich war jeden Tag joggen, immer in eine andere Himmelsrichtung. Was soll ich Euch sagen, Armensiedlungen wo das Auge hinschaut oder besser der Fuß hintritt. Dennoch überall lachende, schnatternde Menschen, die entspannt in Gruppen zusammensitzen, dich anlächeln oder auch nicht. Ständig ein „ How are you“, auf das ich entweder mit „ fine, thank you“ oder mit einem Lächeln und einem nach oben gestreckten Daumen antworte. Manchen Gambiern sieht man direkt an, wie sie denken, wie kann der bekloppte Weiße bei 30 Grad durch die Gegend rennen. So sind wir halt, wir Weißen. Süß sind immer wieder die Kinder. Oft wird gewinkt, öfter kommen mir ganz Kleine in die Quere – besonders in den Außenvierteln, die einfach mal schüchtern blasse Haut berühren wollen. Wenn ich mal zwischendurch ein Stück gehe, kann ich darauf warten, das ich von irgendwelchen jungen Männern angequatscht werde, die mir die Hand schütteln wollen, nicht als Zeichen der Freundschaft, sondern als Einstieg in ein Gespräch, dessen Ziel eigentlich immer das Angebot ist, mich begleiten zu wollen, um bisschen Geld als Führer zu verdienen. Gleich am Samstag hatte ich einen erwischt, der sprach nicht nur ganz gut deutsch, sondern wollte mich auch gleich noch zum Kiffen einladen und mir die schönsten Mädchen von Bacau vorstellen. Wofür bloß? Witzig war heute ein Hund, der mich ca. 1 km begleitete, was ja o.k. gewesen wäre, wenn er nicht ständig an mir hochgesprungen wäre. Wahrscheinlich hat ihm mein Geruch so gefallen – Toll. Während in den Vierteln der Stadt die kleinen Wellblechhütten dominieren, stehen in den Randvierteln Häuser mit geräumigen, mauernumsäumten Innenhöfen. Manchmal erhascht man einen Blick hinein, da ist es nicht sauber, aber doch wesentlich sauberer als in den öffentlichen Bereichen. Überhaupt haben die Gambier eine ganz besondere Beziehung zur Sauberkeit, nämlich gar keine. Überall liegt alles rum, was seit der letzten Regenzeit nicht weggespült wurde, die Strassen sind voller Abfälle, auf freien Plätzen stapelt sich der Müll schon mal meterhoch. Ich liebe es, in Deutschland mal über eine Mülldeponie zu schlendern, man findet als gelernter DDR Bürger immer was, was man vielleicht noch gebrauchen kann ( meine Frau liebt es), aber hier liegt wirklich nur rum, was keiner mehr braucht und davon viel. Müll wird, wenn überhaupt, dann einfach verbrannt. Wenn ich mir so vorstelle, dass das in weiten Teilen Afrikas nicht anders sein wird, verkleinert sich das schlechte Gewissen, dass mir meine Frau immer zu machen versucht, wenn ich mal eine Jogurtpackung in den Hausmüll oder eine Bananenschale in den Plastmüll fallen lasse, weil ich mir einfach nicht merken kann, welcher Eimer wofür ist, zusehends. Gepflegten Menschen dabei zuzukucken, wie sie eine Orange essen ist cool, hab ich auch schon versucht. Man kauft die für 3-5 Dalasi am Stand, bekommt sie geschält und isst sie dann wie einen Apfel. Da die Orange aber so ne Häute hat, beißt man einfach ab, zutscht sie aus und spuckt dann den Rest vor sich auf die Erde, egal wo man ist. Ganz hab ich es nicht geschafft, ich hab die Reste in die hohle Hand gespuckt und das dann fallen lassen, aber ich arbeite dran. Kinder über Kinder in allen Gassen. Ich erinnere mich, als ich noch ganz jung war, hat ein Freund meines Vaters mal in einer Diskussion behauptet, wenn Afrika eines Tages in Bewegung gerät – so völkerwanderungsmäßig, dann wird Europa einfach überlaufen. Das ist mir hier wieder eingefallen. So viele Kinder, da hätte Alteuropa keine Chance. Einmal bin ich nach Abuko gelaufen. Da ist ein Naturpark, der ist aber erst nächste Woche dran. Unterwegs war da ein Viehmarkt. Riesig. Überwiegend Schafe und Rinder. Während die Schafe in Herden zusammenstanden, soweit sie nicht gerade vor Ort ermeuchelt wurden, standen die Rinder immer einzeln, ein jedes an einem Autoreifen angekettet. Vielleicht ist es ja ein Fehler, „Wurzeln“ zur Zeit noch mal zu lesen, aber irgendwie erinnerte mich der Markt an die Beschreibungen der Sklavenmärkte, wie die Käufer da so herumstanden und den Viechern in die Mäuler schauten, die Läufe betasteten und laut diskutierten. Ein anderes Mal ging es an der Küste entlang Richtung Süden. Erst kommt man am einzigen öffentlichen Golfplatz Gambias vorbei. Eine riesige Sandfläche, schmutziggrau, davor ein Dutzend zwielichtiger Gestalten, die sich einem als Caddy aufdrängen wollen. Dann bin ich an vielen Hotels vorbeigekommen. Für einen, der sonst immer im Wohnwagen durch die Kante wackelt, ist es schon interessant, was es so gibt. Den Vogel abgeschossen hat das Kololi Beach Hotel, die haben doch wirklich einen eigenen 9 Loch Golfplatz in der Anlage mit grüner Wiese. Kurze Löcher zwar, aber immerhin. Da kostet das Zimmer auch nur schlappe 200-300 Euro. In Gambia!!!! Gleich da um die Ecke bin ich auch meinen ersten Affen begegnet – also so richtigen, falsche trifft man auch mal in Deutschland in weiß. Die saßen da einfach nur so rum, am Straßenrand. Und völlig coole Hunde. Die liegen, wo sie gerade sind. Der Beste war heute an der Kreuzung 2er Asphaltstrassen, was schon was heißen will, weil, es gibt bloß geschätzt 7 oder 8 asphaltierte Strassen. Der Rest ist Staub. Jedenfalls genau an so einer Kreuzung, tierisch belebt, wo alles durcheinander fährt, liegt da so ein Köter am Straßenrand und geschätzte 40 cm von im entfernt, wälzt sich die Autokolonne dahin. Ansonsten sieht man Hunde und Ziegen, manchmal auch Schweine, außerhalb der Stadt auch Kühe überall, aber alle friedlich. Jeden Tag bin ich mindestens einmal Einheiten der gambischen Armee begegnet. Die joggen da in 10er Reihe die Strassen entlang, also 10 nebeneinander und ca. 20 Reihen. Einer vorneweg, der sperrt die Strasse. T-Shirt, Hose, Springerstiefel, viele Frauen mittendrin, es wird laut gesungen. Irgendwann geht es zum Strand, dann werden zwischendurch Liegestütze gemacht oder dünenähnliche Sandhaufen erklommen. Lustig anzusehen. Ich finde es nach wie vor faszinierend, Pärchen zu beobachten, er jung , schlank, schwarz, manchmal Mamas Handtasche tragend, brav Smalltalk betreibend und sie breit oder tief oder beides, oft dazu passend gekleidet ( soll sich noch mal einer über dicke Männer mit großblumigen Mallorcahemden aufregen). Bevorzugt werden kurze Hosen, figurbetont. Die Gestik ist ausgreifend, selbstbewusst, dominant. Wenn sie dann noch ständig ein lautes krächzendes Lachen ausstößt, möchte man zu gern den Fotoapparat bei der Hand haben und fragen, ob das Traumpaar fotografiert werden darf. Da hilft nicht mal Alkohol. Apropos Alkohol, meine erste Flasche Whisky Medizin ist fast alle. Aber Annettchen kommt ja bald (und außerdem hab ich ja noch ne zweite da.). Immerhin geht’s dem Bauch gut. Und das, obwohl ich schon zweimal den freundlichen Angeboten in der Klinik gefolgt bin und ein kleines bisschen von den Frühstücksbroten gegessen habe, die mir von den gambischen Mitarbeitern angeboten wurden. Auch trinke ich mittlerweile ganz entspannt, Tee aus den Tassen, die auch vom Staff benutzt werden (und hinterher mit Kaltwasser gespült werden). Man verliert zunehmend die Hemmung, die die Reiseführer und Bücher wie „Wenn kein Arzt in der Nähe ist“, aufgebaut haben. Aber ehrlich, wenn ihr alles über afrikanische Wurmerkrankungen, Hautpilze und Parasiten gelesen hättet, was ich gelesen habe, würdet ihr Euch auch am Anfang nach einem Ganzkörperkondom sehnen. Und ich bin mir der Gefahren wohl bewusst, aber der normale Alltag holt einen da Stück für Stück runter. Und mal ehrlich, wer hat im beruflichen Alltag bessere Chancen, sich was Seltenes einzufangen, als meine Zunft. Samstag - Sonntag 17. - 18.4.10 Das war ja ein erlebnisreiches Wochenende. Eigentlich ist gar nicht so viel passiert, aber eine Fülle von Eindrücken ist auf mich niedergeprasselt. Eigentlich wäre es besser, Ihr würdet herkommen und Euch das alles selber ansehen. Aber ich weiß ja, dass das nicht geht, wegen dem Vulkanausbruch und so. Also werde ich doch einiges aufschreiben. Am Samstag hab ich ein bisschen eher Schluss gemacht (ja liebes Team, ich kann auch noch samstags arbeiten, aber macht Euch keine Hoffnung, nur hier). Dann ging es ab nach Dentaba camp und in den Kijang West Nationalpark. 150 km am Fluss entlang. Irgend so ein Miesmacher sagte noch, da wären die Strassen nicht so gut. Aber mein Reiseführer wusste es besser und was geschrieben steht, ist sowieso immerein bisschen wahrer – dachte ich. Also die ersten 30 km war es in der Tat ein Asphaltband, das wir mit 60 km/h entlangfuhren. Schneller ging ja nicht, weil Alasanas Auto nun mal geschätzte 400000 km auf dem Puckel hat, von Federung kaum noch zu sprechen ist, von 2 Lüftern einer gar nicht geht, der 2. nur währende der Fahrt. Das der Grill vorn von genau einer Schraube (Baumarkt 4x35 mm) gehalten wird, Kofferraum und zwei Türen gar nicht aufgehen, 2 weitere durch eine Kombination aus Technik und Gewalt, die Pneus ein Profil wie Schumi´s Rennautoreifen nach 800 km Rennen haben, der Zündschlüssel während der Fahrt ständig aus dem Zündschloss fällt ( was das Fahren nicht stört) (Originalschlüssel alle weg – es ist nur so ein Schlüsselrohling), dass der Starter nur geht, wenn das Auto kalt ist, sonst wird immer angeschoben, davon erzählte ich wohl schon. Erwähnenswert wäre höchstens noch, dass wir alle 80 km angehalten, Kühlflüssigkeit nachgefüllt und den heißen Motorblock mit Wasser übergossen haben. Mit diesem Flitzer ging es also los. Nach besagten 30 km endete der Asphalt und es begann eine harte, rote Piste aus einem Gestein, was wohl erst richtig hart wird, wenn es an die Luft gebracht wird und austrocknet (wenn ich das richtig verstanden habe). Es ist also schon hart genug, um in der Regenzeit nicht weggespült zu werden. Nur die Oberfläche wäscht sich aus und es entsteht eine Struktur aus ca. 3-10 cm tiefen Riefen und zwar überall auf den verbleibenden 120 km. Es ist so laut im Auto, das man sich kaum unterhalten kann und man erwartet ständig eine Platten, einen Achsenbruch oder das sich ein Rad ganz verabschiedet. Nichts davon passiert. Alasana fährt weiter seine 60 km/h, mal am rechten Rand der Strasse mal am Linken, mal ganz neben der Strasse, je nachdem, wo der Belag gerade am besten eingeschätzt wird. Andere beurteilen die Strasse wieder anders, sodass es schon mal passiert, dass wir ganz links fahren und das uns entgegenkommende Auto auch auf der falschen Seite fährt, wodurch es ja dann irgendwie wieder stimmt. Aber nach einer Weile hat man sich daran gewöhnt und hat wieder Zeit, die Umgebung zu beobachten. Trockene Savannenlandschaft, wechselt mit waldähnlichen Baumbeständen, dazwischen grüne Wiesen, wahrscheinlich von der Nähe des Flusses feucht gehalten. Palmenhaine , sehr schön anzusehen. Einzeln stehende Baobabs, von klein und jung bis gigantisch und vertrocknet. Wer wusste, dass diese Dinger 3000 Jahre alt werden können. Innen sind sie dann irgendwann hohl und eine schöne Spielwiese für die Kinder. Zwischendurch immer wieder Dörfer, die mit zunehmendem Abstand zur Stadt größere Hofbereiche haben und mit flachen Steinhäusern, runden Steinhäusern der Serahuli oder Holzrundhütten der Fulbe bebaut sind. Dazwischen, je nach Volksgruppe steinmauerumsäumte Grundstücke für die Viehhaltung, oder Holzpfahlzäune. Kinder ohne Ende, Frauen, die gemütlich Wäsche waschen (alles mit der Hand), die in Gruppen zusammensitzen und quatschen, überall rennen Rinder, Kühe und Esel rum, auch auf der Strasse – wir haben bestimmt 10x deutlich abgebremst, um so ein Tier nicht umzufahren. Nach ca. 3 Stunden war die Strecke geschafft, alle Muskeln ordentlich durchgelockert und wir sind im Dentaba Camp gelandet. Hier war es dann wirklich afrikanisch warm. Wir haben erst mal was gegessen, was typisch wolofmäßiges, ich würde sagen, reisähnlich mit wenig roter Soße und einem Hühnerbein. Der Tisch sah anschließend aus wie die Sau, da meine Begleiter den Teller fast in Tischmitte stehen lassen und dann den kleckernden Löffel über die Tischplatte zum Mund führen. Da heißt es – mitmachen. Tischdecken gab es zum Glück keine. Dann sind wir in die Siesta übergegangen, heißt dasitzen, nix tun, Wasser (bzw. ich) Bier trinken. Richtig schön gemeinsam einen saufen ist ja schwierig mit 2 Begleitern, die Moslems sind. Da fällt es einem doch viel leichter zu sagen. „Bestellt Euch, was ihr wollt, ich lade Euch heute ein.“ Mit Frank und Uwe hätte ich da viel mehr Sorgen um mein Budget. Aus der Siesta sind wir dann zu einer Sitzecke auf Pfählen über dem Fluss gewechselt und haben da weiter abgehangen. Irgendwann kam aber doch der Festus durch, also bin ich dann allein ins nächste Dorf gewandert und hab mir dort – in Begleitung eines wie 15 aussehenden aber 20 seienden Burschen alles angeschaut.  Er war nicht aufdringlich, einfach nett, hat mir alles gezeigt. Wo die Fischer aus Mali wohnen, die hier fischen, wo das Brotbackhaus des Dorfes ist, wo der Kindergarten, der von einer englischen Telefongesellschaft erbaut wurde. Sein Elternhaus, gerade fertig gebaut, durfte ich mir ansehen. Erst hat Papa streng gekuckt, aber nachdem ich mich vorgestellt hatte, und das Haus gelobt und wir ein ernstes Männergespräch über das Häuserbauen im Allgemeinen geführt hatten, durfte ich es sogar fotografieren. Zurück im Camp durfte ich ein wirklich beeindruckendes Schauspiel der untergehenden Sonne über dem Gambiariver beobachten. Dann die Sterne, irgendwie ist die Stromzufuhr hier besser, die Sterne leuchten viel heller. Wir saßen dann bis gegen 9 da rum (dunkel wird es halb 8), dann ging erst Bashir und dann Alasana schlafen. Zuviel Aufregung für meine Afrikaner. Ich blieb noch und schaute BBC, zufällig einen Beitrag über die opferreiche Erforschung des Gambiarivers, des Nigers und der geheimnisumwobenen Stadt Timbuktu. Ich gebe zu, ich hab nur deshalb viel verstanden, weil ich mich dazu schon mal belesen hatte. Gegen 11 ging auch ich zu Bett. Meine größte Sorge war ja, nicht schlafen zu können. Wir hatten einen 3 Personenbungalow genommen, mit Dusche und umweltfreundlichem Wasserdruck, Klo, immerhin mit Brille aber unverlockend, Mückennetzen. Also nicht ganz unkomfortabel. Problem war nur, draußen ca. 28 Grad, Tür zu wegen Mücken, 3 Kerle auf 16 qm, da frierste nicht mehr. Es ging aber besser, als ich dachte. Wecken war um 6, weil es hieß, früh sieht man die meisten Tiere im Park. Es hieß auch, in diesem Kjiang West Park bekommt man den besten Eindruck vermittelt von der Tierwelt in Gambia. Nun, beides ist die volle Wahrheit. Wir machten eine 2 stündige Wanderung quer durch den Busch. Ich musste daran denken, wie ich mir nach der Schlangenfarm vorgenommen hatte, niemals quer durch die Wildnis zu latschen. Der Vorsatz war erledigt. Ansonsten sahen wir 1x 3 Mehrkatzen und ein paar Vögel in großer Entfernung. Mittags hätten wir die wahrscheinlich auch nicht gesehen und in einem Land, das fast keine Tierwelt mehr hat, passte auch der leere Wald zur Reisebeschreibung. Wer es noch nicht wusste, Gambia hatte mal Großwild, wie wir es von Kenia`s Safari`s gehört haben. Vielen Dank an die weißen Großwildjäger, die hier so schön aufgeräumt haben. Das war also ein Flop, tat aber dem Gesamterlebnis keinen großen Abbruch. Also ging es wieder nach Hause, mit kurzem Stopp bei Bashirs Elternhaus. Sein Vater ist Imam – was sonst, Alasanas Vater ja auch. Er stellte mich seiner kleinen Schwester vor – wie alle 3jährigen große Augen, niedlich und mit ner Rotznase bis zum Kinn. Die fing prompt an zu weinen, als sie mich sah, weil sie noch nie einen Toubab also Weißen gesehen hatte. Ich schleimte mich aber mit Buntstiften und Zahnbürste bei ihr ein. Zurück in Serrekunda holte ich meine Sachen aus dem Haus unserer Klinikleiterinnen ab und bezog mein neues Quartier, das Sunset Beach Hotel. Direkt am Meer gelegen, mit kleinem Swimmingpool und Poolbar, Liegebereich, Tischtennisplatte (und einigen sehr blassen, dicken und lauten jungen Engländern), bezog ich ein Appartement im 1. Stock eines 1stöckigen Appartementblocks, direkt neben dem Poolbereich - mit Blick darauf; Abendsonne und Blick aufs Meer im Hintergrund. Ein Doppelbettschlafzimmer, davor ein kleiner Raum mit Sitzecke, kleine Küche, sauberes Bad, Morgensonne am Bett, Fernseher (wer braucht so was) und kleiner Terrasse. Da musste ich einfach den Nachmittag faul verbringen. Ich war nur noch schnell im nächsten Laden, um mir was zu essen zu holen – Ein Weißbrot, 30 cm lang für 4 Dalasi, dazu eine Packung , der billigste Käse 70 Dalasi, eine Büchse Fisch aus Deutschland in Tomatensoße – wie sonst, 40 Dalasi, eine kleine Büchse Presswurst 85 Dalasi, 1.5 l Mineralwasser 50 Dalasi. Soll reichen, um einen Eindruck der Preise zu vermitteln. Der Kurs steht bei 1 Euro : 35 Dalasi. Abends war ich mit den Damen aus der Klinik noch essen. Ganz schickes Restaurant, Kellner alle in ganz weiß, macht echt was her, aber der Service war unterirdisch. Montag, 19.4. Heut war ein ganz normaler Arbeitstag. Ich hab mir außerdem eine Schule angesehen, in der ich am Mittwoch zunächst eine Reihenuntersuchung machen werde, und, so ist der Plan, dann wollen wir so nach und nach die Kinder in die Klinik holen und behandeln, immer vorausgesetzt, dass die Schule mitarbeitet. Ich werde mich jetzt mal in den atlantischen Ozean begeben und mich dann entspannt dem Biere widmen. Dienstag, 20.4. Man, das war ja mal vielleicht ein beknackter der Tag, das n dürfter gerne weglassen. Nur weil die Isländer ihre Asche in die Luft blasen müssen, bricht überall das Chaos aus. Meine Gattin Annett ist gestern Abend per Zug Richtung Mannheim gestartet, um dort nachts um 2 Richtung Frankfurt weiterzufahren, weil in Dresden keine Flüge abgehen. Von da aus ging es weiter per Zug nach Brüssel, wo man ihr dann sagte, dass doch noch keine Flugfreigabe für ihren Flug um 11.30 erteilt wurde. Zwischendurch wurde der Zug wohl noch angehalten, weil er überfüllt war und einige Leute mussten aussteigen, wenn ich das richtig verstanden habe. Die nächsten Flieger – Donnerstag, Samstag Sonntag sind alle ausgebucht, der nächste verfügbare Flug also Dienstag nächste Woche - 2 Tage vor unserem Rückflug. Was natürlich unsinnig ist. Also hat sie sich heut wieder in den Zug gesetzt, um nach Hause zu fahren. Musste allein auf der 2,5 h Strecke im ICE zwischen Brüssel und Frankfurt 4-mal umsteigen, weil der ICE ausgebucht war und sie Regionalzüge nutzen mußte. Dann war noch der Akku vom Handy alle. Man glaubt es kaum, Annett schien, als ich sie kurz vor Frankfurt endlich telefonisch erreichte, völlig erledigt. Nun will sie heut bei Freunden in Frankfurt übernachten, was wahrscheinlich bitter nötig ist und morgen noch mal versuchen, einen Weg aus Europa raus zu finden. Arme Ehefrau. Erst bestelle ich ihr letzte Woche einen Handwerker ins Haus, der die Küche in meiner Abwesenheit putzen sollte und der mir gaaaaaanz sicher zugesagt hat, dass das in 3 Tagen zu schaffen ist, sodass am Donnerstag und Freitag der Tischler ne neue Arbeitsplatte für die Küche einbauen kann. Dann braucht dieser Experte seines Faches dafür 7 Tage und dann sägt auch noch der Tischlergeselle die Spüle falsch aus, sodass erst ne neue Platte bestellt werden muss. Dem Tischler kann ich verzeihen, so was passiert, dem Putzer nicht. Aber eigentlich bin ich ja schuld an der ganzen Hektik der letzten Woche. Und jetzt dieses Reisechaos. Was nützt da das wunderbare Hotel hier, wenn meine Frau nicht herfindet, um sich ein bisschen entspannen zu können. Da hab ich aber zu tun, um das wieder gut zu machen. Ich hab mir heut nicht mal getraut, was Schönes zu unternehmen. Deshalb bleibe ich jetzt brav auf meiner Terrasse sitzen, lese - passend zum Land – Roots von Haley und gebe mich meiner Whiskyflasche hin. Jeder braucht eben wenigstens einen Freund. Mittwoch 21.4.10 Na seht ihr, neuer Tag, neues Glück. Rief mich heute früh eine ausgeschlafene und wieder deutlich optimistischere Annett an und teilte mir mit, dass sie doch für morgen noch den einen – allerletzten Platz ergattert hat. Geht doch –wenngleich ich es erst so richtig glaube, wenn sie morgen 11.30 über die Brüsseler Rollbahn rollt. Hat einer Interesse an ein bisschen Zahnarztalltag? Heute war ich in einer Grundschule mit Kindergarten. Ich habe 240 Kindern in den Mund gekuckt. 18 Kinder waren kariesfrei, ist doch schön, oder? Dann waren da noch ca. 5 mit 1-2 Löchlein. Der Rest hatte zwischen 4-15 Löcher, schön verteilt auf Milch- und bleibende Zähne (statistischer Mittelwert: 6,6 behandlungsbedürftige Zähne pro Kind). Nicht, das der Zustand der Erwachsenen, die ich in den letzten Tagen gesehen habe, mich hätte hoffen lassen, der Zustand wäre bei den Kleinen wirklich gut; aber das war dann doch schon fett. 9jährige mit völlig zerstörten bleibenden Backenzähnen, die sie ja erst 2-3 Jahre haben, waren die Regel. Damit war die ursprüngliche Idee, nach der Reihenuntersuchung so nach und nach eine Behandlung der Kinder zu organisieren, völlig vom Tisch. Das ist organisatorisch nicht zu händeln. Wir können nur den Eltern eine Info geben und hoffen, dass wenigstens einige daraufhin einen Zahnarzt aufsuchen, was eingedenk der Gesamtsituation sicher auch sehr optimistisch ist. Schon traurig, aber unlösbar. Goldig waren auch die Lehrer, sie sahen genauso aus wie die Kinder. Ich hab ihnen dann noch mal das Putzen erklärt und sie aufgefordert, dass mit den Kindern zu besprechen. Dank an die Firmen, die mich mit Zahnbürsten, Zahnpasten und dem Putzelch versorgt hatten. Das hat sich heute richtig gelohnt. In der Klinik zurück erwartete mich dann das Chaos. Nachdem die Praxis letzte Woche nicht so gut ausgelastet war, haben wir diese Woche so ne Art Werbeaktion gemacht, damit es sich mehr rumspricht, dass in der Klinik jetzt auch eine Zahnbehandlung möglich ist. Und innerhalb eines Tages hatten sich die gesenkten Preise so herumgesprochen, dass wir regelrecht in Patienten erstickten. So musste ich meinen ursprünglichen Plan, heute meinen gambischen Zahnbehandler durcharbeiten zu lassen, fallen lassen und noch mal selber ran. Man ist nach 25 Jahren Zahnarztseins eben doch noch ein bisschen schneller. Außerdem lässt sich mein Kollege noch zu sehr beschwatzen, wenn die Patienten 3 oder 4 Füllungen auf einmal haben wollen, was mir ganz sicher nicht passiert, wenn draußen noch 5 Leute warten. Und wenn dann noch ne ältere Dame nach Ende ihrer Behandlung gemütlich auf dem Behandlungsstuhl ein längeres Telefont führen möchte, dann muss ich eben auch mal energisch werden, was mich ihr vielleicht nicht sympathischer gemacht hat, aber zumindest konnten wir dann weiterarbeiten. So war ich heut eben erst gegen 6 zu Hause, aber ich hab ja eh nix Besseres zu tun. Jetzt werd ich aber noch mal bisschen am Strand joggen und mich wieder meiner Medizin widmen. Donnerstag 22.4. Was soll ich Euch sagen, heile Welt. Den Tag habe ich wieder bei ca. 36 Grad im Sprechzimmer (draußen sind es nur geschätzt 28 Grad), mit Füllungen und Extraktionen verbracht. Es war richtig wie Arbeiten. Es ist doch was anderes, wenn man ein Team von fähigen Schwestern um sich hat, die viele Arbeiten selbstständig übernehmen, als wenn man alles selber machen muss. Außerdem kam ungefähr im 5 Minutentakt einer rein und wollte wissen, ob Misses Festus nun kommt oder nicht. Dann ging es kurz ins Hotel duschen und rasieren. Das sind so die kleinen Tücken des Lebens - wenn ich nach Hause komme und meinen Kinnbart stutzen werde (ein Bartrasierer hat gewichtstechnisch einfach nicht mehr in die Tasche gepasst), dann werde ich wohl im Untergesicht aussehen, wie ein Schneemann mit brauner Glatze. Na ja und dann ging es ab zum Flughafen. Heute auch erstmals mit dem „neuen“ Mercedes, der bei der letzten Rallye für die Klinik mit nach Gambia gebracht wurde und der bis jetzt in der Werkstatt war. Da Annett sich heut nicht mehr gemeldet hatte, wusste ich also nicht mit letzter Sicherheit, ob sie nun wirklich in Gambia ankommt, also hab ich jedem Frager geantwortet, das ich mir was Nettes raussuchen werde, wenn der Flieger ankommt. Aber da war kein Spielraum (sollte auch nicht), Annett kämpfte sich durch die Zollabfertigung, was wörtlich zu nehmen ist, da es auf dem Flughafen – wie sonst - sehr afrikanisch zu geht. Abends waren wir dann am Hotelpool in der Hotelgaststätte schön essen. (Das war auch mal ganz nett, nachdem ich mich die letzten 4 Tage abgesehen vom Frühstück ausschließlich von Brot, Käseecken Jogurt, Whiskey und Bier ernährt hatte.) Reden war schwierig, die Bongoband von vor paar Tagen war wieder da und machte gambische Urwaldmusik, was ja ganz nett ist, aber eben so laut, wie wir es vor 25 Jahren nett fanden, als wir als Juflas immer direkt vor den Boxen der Dorfdisco gerockt haben. Da half auch der Rückzug auf die eigene Terrasse nicht viel, die war zwar ca. 50 m von der Band entfernt, aber leiser war es kein bisschen. Juflas sind übrigens jugendliche Flatterärsche Hier noch den Bericht von Annett über ihre kurze Reise in die andere Welt: Wenn ein Ehemann eine Reise tut, dann kann man zu Hause was erleben und wenn man ihm nachreisen will, um ihm mal ein wenig über die Schulter zu schauen wird es noch viel verrückter… Nachdem Festus am Donnerstag, dem 08. April von mir am Flughafen abgegeben wurde und die ihn auch nicht wieder ausgespuckt haben, bin ich guter Dinge in meine letzten 2 ruhigen Tage gestartet. Am Wochenende war geplant, die Küche auszuräumen, da ja Festus in seiner unendlichen Weitsicht sich dachte: Langeweile ist doof, sollte die Küche komplett renoviert werden und eine lang geplante Küchenplatte eingebaut werden. Alles gut geplant, aber die Ausführung war doch ganz anders. Kann man hier nicht so kurz beschreiben war wirklich spannend…. Am Freitag dem 16. April fing der Vulkan in Island an zu spinnen, es wurde Flugverbot für Europa verhängt, aber wen interessiert das schon, immerhin wollte ich erst am kommenden Dienstag, also 4 Tage später fliegen. Bis dahin ist bestimmt alles wieder in Ordnung! Falsch gedacht! Am Montag bin ich also auf gut Glück, zum Dresdener Flughafen gefahren, um zu erfahren wie es weitergeht mit dem Fliegen. Ich wollte um 7:20 Uhr von Dresden nach Frankfurt fliegen, dann von dort um 9:20 Uhr weiter nach Brüssel, um dann um 11:30 Uhr in den Flieger nach Banjul zu steigen. Dresden war gestrichen, aber ab Frankfurt flog der Flieger wieder – Wunderbar! Also bekam ich ein Bahnticket für Dresden/Frankfurt, aber mit einem normalen Zug war dies nicht zu schaffen. Also musste ich mit dem Nachtzug (Abfahrt 21:04 Uhr) nach Mannheim, dort hatte ich von ¾ 5 bis 6:05 Uhr Aufenthalt, um dann weiter nach Frankfurt zu fahren. Ankunft 6:40 Uhr, und ich rannte sofort zur Lufthansa um ja gleich einzuchecken. Aber der versprochene Flug war inzwischen auch gekänzelt; aber!! der Flug ab Brüssel fliegt noch! Die einzige Möglichkeit, nach Brüssel zu kommen, ist der ICE, der 7:43 Uhr in Frankfurt abfährt und um 10:27 Uhr in Brüssel-Airport ankommt, dann habe ich also noch eine volle Stunde und ganze 3 Minuten bis zum Abflug… In Köln war der Zug noch pünktlich angekommen, aber es wurden zu viele Fahrkarten verkauft, nicht nur ich wollte ab Brüssel fliegen (alle mit extrem viel Gepäck), also sollten die Leute ohne Sitzplatzreservierung, also alle, die standen, aussteigen und mit dem Bus weiterfahren. Man kann sich vorstellen, wie viele Leute da begeistert ausstiegen und die Info total gelassen hinnahmen – nicht einer! Die Bahnpolizei kam und klärte die Sache, die Leute wurden aus dem Zug geholt und in Busse verfrachtet, sehr nett! Nun endlich die ersten 40 Minuten Verspätung!!!!! In Lie`ge (letzter Halt vor Brüssel) war der Train kaputt, also sollten wir auf ein Ersatzteil warten – logisch! Der Zug fuhr ohne Ersatzteil weiter, allerdings nur noch mit ca. 100 km/h anstatt 250 km/h!  Ich kam 11:30 Uhr in Brüssel-Airport an. Toll, also sprintete ich (mit einem 19kg Koffer) zur Abflughalle, griff mir einen Lufthansa-Mitarbeiter und fragte, wie jetzt weiter? Eigentlich war der Flug ja weg, vielleicht Verspätung? Wie gesagt, die Hoffnung stirbt zu letzt! Der nette Lufthansamann war ganz locker, fliegen heute? – nee alle Flüge sind gekänzelt… Also am Schalter anstellen und umbuchen, ja das ging! 32 „freie“ Plätze für Donnerstag nach Banjul, also wollte ich 2 Tage in Brüssel bleiben um dann abzufliegen. Da würde ich also jetzt einen Flug fest buchen! Nee so „frei“ sind die Plätze dann doch nicht, das sind Reserveplätze, d.h. wenn einer absagt, bekomme ich den Platz und ob am Donnerstag überhaupt geflogen wird kann man mir logischer Weise auch nicht sagen! Ich war seit 18 Stunden unterwegs und jetzt reichte es, ich fahr nach Hause – wenn Gambia mich nicht haben will, dann eben nicht! Rückfahrt nach Frankfurt; jetzt hatte man auch in Brüssel von den überfüllten Zügen gehört und ich konnte nur mit 5 x umsteigen, mit diversen Bummelzügen in einem Zeitfenster von 6 Stunden nach Frankfurt fahren. 1) 10 Minuten fahren, 1,5 Stunden warten, umsteigen 2) 50 Minuten fahren,10 Minuten für´s Umsteigen Zeit (wer mich kennt, weiß wie gelassen ich solche Zeitfenster nehme) 3) 50 Minuten fahren, 10 Minuten für´s Umsteigen Zeit 4) Ca. 1 Stunde fahrt, 30 Minuten Zeit 5) 1 Stunde 40 Minuten von Köln nach Frankfurt In Köln habe ich die lange Wartezeit genutzt um einen kleinen Plausch mit der Lufthansa zu führen. Die Frage war, ob ich ein Bahnticket für die Strecke Frankfurt – Dresden wieder bekomme oder ob ich sogar fliegen kann! Neue Erkenntnis: mein Rückflug von Gambia geht über München, also müsste ich auch jetzt nach München, um ein Bahnticket zu bekommen bzw. einen Flug! Über die Logik, die hinter dieser Aussage steckt, wollte sich weder die Lufthansaangestellte noch ich auslassen! Ich war total entnervt und habe nun auch noch mit Festus telefoniert, der also sehr enttäuscht und traurig klang und 1000 gute Ideen hatte um event. doch noch nach Gambia zu kommen. Zum Beispiel könnte ich doch über London fliegen, er weiß genau, dass es Flieger gibt, die die Strecke fliegen. Ich habe ihm nicht erklärt, wo London liegt und dass das Flugverbot für ganz Europa gilt… (is überhaupt nicht wahr -- Festus) Aber ich habe seinen Rat, doch bei Micha und Chrisi anzurufen, die in Frankfurt wohnen, angenommen und dies getan. Dort wurde ich herzlich aufgenommen. Ich startete also noch einen letzten Versuch, nach Gambia zu kommen. Nach einiger Anlaufzeit (ich hatte auf den Stress einfach keine Lust mehr) fuhr ich mit dem Taxi zum Flughafen. Dort war die Hölle ausgebrochen, Menschen – Gepäck – Menschen – Menschen ………. Ich griff mir also beherzt einen Mitarbeiter meiner Lieblingsfluggesellschaft Lufthansa und ließ ihn nicht mehr los. Ich erzählte ihm, man hätte mir gestern in Brüssel gesagt, ich solle mir heute mein Flugticket hier abholen, es wäre alles geklärt und ich bekomme auf jeden Fall ein Ticket!!!! Ja genauso konnte ich mich an das Gespräch in Brüssel erinnern!!!!!!!!!!! Nach langen Versuchen mich loszuwerden, schickte er mich sichtlich genervt eine Etage höher, wo man mir sicher helfen würde. Also ab in die Ebene 1, und dort gab es ca. 10 Lufthansaschalter mit einer langen Schlange davor, wo man umbuchen konnte, oder auch nicht! Wieder setzte ich mich durch, indem ich erzählte, ich solle mein Ticket nur noch abholen… Nach einer Stunde stand ich vor einer Dame, der ich nun nicht mehr erzählen konnte, ich soll das Ticket nur tauschen… Eine schier unendliche Zeit tippte die Dame auf ihrer Tastatur rum, schwieg, schaute konzentriert und streng… ich hatte weiche Knie und ein flauen Gefühl im Magen. Dann plötzlich sagt sie, es gibt ein Problem, oh je! Also der Flug nach Brüssel wäre schon um 7:20 Uhr ab Frankfurt und der Weiterflug dann wie geplant am Donnerstag um 11:30 Uhr! Ich wusste erst gar nicht, wo das Problem ist, sie meinte die frühe Zeit um 7:20 Uhr! Am liebsten wäre ich über den Schalter gesprungen und hätte die Frau gedrückt! Das war seit langem endlich eine gute Nachricht! Nun brachte ich meinen Koffer, der so treu seit 2 Tagen hinter mir her zuckelte, zur Gepäckaufbewahrung und ließ ihn dort! Der Rest des Tages (es war immerhin schon 14:00 Uhr) war entspannt und ich konnte mich in Ruhe auf Gambia freuen! Donnerstag klappte alles gut, der Taxifahrer war pünktlich, ich war kurz nach 6:00 Uhr am Flughafen, holte meinen Koffer, gab ihn auf und ging auf Reisen! Am Abend 20:30 Uhr war ich in Banjul, Festus holte mich ab und so kam ich doch nach 60 Stunden Reisezeit an! Annett