Zahnarztpraxis  Dr. Würfel Frank Würfel und Kollegen
Kariesbehandlung und Füllungstherapie Im Mittelpunkt der zahnärztlichen Behandlung steht nach wie vor die Kariesbekämpfung. Die Entstehungsmechanismen der Karies sind bis heute nicht restlos geklärt. Man geht davon aus, dass Nahrungsreste (besonders Zucker oder Stärke) zusammen mit Bestandteilen des Speichels Zahnbelag bilden. Dieser stellt eine hervorragende Ernährungsgrundlage für bestimmte, in jedem Mund auftretende Bakterienarten dar. Durch deren Vermehrung und Stoffwechsel entstehen Säuren, welche den Zahnschmelz anzugreifen vermögen. Bestimmte mineralische Bestandteile des Zahnschmelzes werden ausgewaschen. Die Schmelzstruktur wird immer weiter aufgelockert, bis sich nach einiger Zeit eine sichtbare Karies bildet. Dieser Prozess schreitet immer weiter fort und kann zur völligen Zerstörung des Zahnes führen. Bei der Behandlung muss zunächst das angegriffene Zahnmaterial restlos beseitigt werden. Danach werden die empfindlichen Bereiche in der Regel mit einem Zahnzement abgedeckt und der Zahn mit einer Füllung verschlossen.Dabei stehen prinzipiell 4 Füllungsarten zur Verfügung, zwischen denen der Patient wählen kann. Diese sollen kurz vorgestellt werden. 1. Inlays Inlays sind gegossene (Nichtedelmetalle, Edelmetalle, Titan) oder gebrannte (Keramik) Füllungen, welche im zahntechnischen Labor, auf, aus Mundabformungen, gegossenen Modellen hergestellt werden. Goldinlays und keramische Versorgungen stellen die kostenintensivste Zahnversorgung dar. Bei der Haltbarkeit sind sie jedoch allen anderen Füllungsarten weit überlegen. 2. Kunststofffüllung Kunststoff ist ein im sichtbaren Bereich, an den Zahnhälsen und bei kaudruckbelasteten Zahndefekten einsetzbares, zahnfarbenes und damit ästhetisch ansprechendes Material. Der Werkstoff wird in den Zahn eingebracht und in Schichten mit einem speziellen Licht gehärtet.Kunststoff ist das in unserer Praxis am häufigsten angewendete Füllungsmaterial. 3. Zementfüllung Zementfüllungen sind ein geeignetes Material, um Zahndefekte für einen begrenzten Zeitraum zu konservieren. Besonders bei Quecksilberentgiftungen sind sie oft das Mittel der Wahl. Als Dauerlösung sind sie jedoch nicht geeignet. 4. Amalgam Amalgam ist eine Legierung, deren wesentlichste Bestandteile Quecksilber und Silber sind. Amalgam ist ein althergebrachtes, seit vielen Jahren eingesetztes Füllungsmaterial. Wenngleich den Inlays an Haltbarkeit weit unterlegen, hat es gegenüber den Zementfüllungen einige physikalische Vorteile. Allerdings kann eine Schädigung des Trägerorganismus durch seine Schwermetallbestandteile nicht mehr ausgeschlossen werden. Deshalb sollte sorgfältig erwogen werden, ob bestehende kariöse Läsionen mit quecksilberhaltigem Amalgam versorgt werden müssen. Besonders Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, Kindern und Jugendlichen, Frauen im gebärfähigen Alter und Schwangeren raten wir von Amalgam ab. Einige Jahre wurden von manchen Krankenkassen die Mehrkosten für Kunststofffüllungen oder Inlays bei diesen Patientengruppen übernommen. Mittlerweile anerkennen die gesetzlichen Krankenkassen nur noch bei nierenkranken Patienten, dass Quecksilber sich im Körper ablagern und zu Organbelastungen führen kann. Liegt keine bekannte Nierenschädigung vor, sind die Amalgambestandteile ungefährlich - so die derzeitige offizielle Stellungnahme der gesetzlichen Krankenkassen. Wenn in unserer Praxis defekte quecksilberhaltige Füllungen entfernt werden müssen, kann dies mit einer Spezialabsaugung erfolgen, um das Verschlucken oder Einatmen des feinen Amalgamstaubes zu verhindern. Weitere Informationen zum Thema - Gesundheitsrisiko Amalgam, Symptomen einer Quecksilbervergiftung und den Möglichkeiten einer systematischen Reduzierung der Quecksilberbelastung ihres Körpers erhalten Sie unter "Quecksilberausleitungstherapie". Auch im Füllungsbereich gilt das Prinzip der schmerzfreien Behandlung, wobei individuell von Fall zu Fall entschieden werden sollte, ob eine Betäubung nötig ist. Das Ziel der halbjährlichen Kontrolluntersuchungen findet in diesem Komplex seine Begründung, da eine früh erkannte, kleine Läsion weniger weitreichende Konsequenzen erfordert, als ein tiefzerstörter Zahn.
von links nach rechts: Metallbrücke, Brücke Keramik, Brücke teilverblendet
Modellgussprothese
von links nach rechts: Innenteleskopkrone, Teleskopprothese Unterkiefer, Teleskopprothese Oberkiefer
Amalgamproblematik und Quecksilberausleitung Die dramatische Zunahme vor allem chronischer Erkrankungen stellt Patienten und Behandler heute vor immer größere Probleme. Die Ursache liegt vor allem in unserer modernen Lebensführung mit ihrem Stress und die zunehmende Belastung durch eine Vielzahl von Giftstoffen, mit denen wir heute konfrontiert sind. Welche Giftstoffe belasten unseren Körper besonders: Quecksilber – Amalgamfüllungen Cadmium – Autoabgase Blei - Wasserrohre, früher auch Abgase Nickel - preiswerter Modeschmuck Dioxin - Düngemittel, tierische Nahrung Holzschutzmittel – Wohnungseinrichtung Diese Schadstoffe reichern sich im Laufe unseres Lebens in verschiedenen Körpergeweben an und blockieren zelluläre Funktionen und Transportwege. Welche Organe sind besonders anfällig: Gehirnstrukturen, Niere, Auge, Nervensystem, Immunabwehr, Gelenke, Haut, Milz, Leber Darüber hinaus wird durch falsche Ernährung und durch Genussgifte (Zigaretten, Alkohol) das Säure - Basen - Gleichgewicht unseres Körpers gestört. Die Stoffwechsellage verschiebt sich in den sauren Bereich. Das beeinträchtigt wiederum die Reaktionsfähigkeit unseres Organismus. Unter den vielen Umweltgiften, mit denen wir heute permanent konfrontiert sind, spielt das Schwermetall Quecksilber eine besondere Rolle. Quecksilber Reines Quecksilber ist ein hochgiftiges Schwermetall, das im gesunden menschlichen Körper nicht vorkommt. Es ist geschmacklos und geruchlos und verdampft bei Zimmertemperatur. Auch gebundenes Quecksilber ist ein Zellgift, welches gespeichert und extrem langsam wieder ausgeschieden wird. Insbesondere die lange Halbwertzeit von Quecksilber im Gehirn von etwa 18 Jahren hat zur Folge, dass einmal ins Gehirn gelangtes Quecksilber dieses Organ ohne Therapie kaum wieder verlässt. Wie gelangt Quecksilber in unseren Körper: Verdampfung beim Legen von Amalgamfüllungen Verdampfung bei Kontakt der Füllungen mit heißen Speisen Alltäglicher Abrieb beim Kauen Elektrisch geladene Feinstpartikel, die durch den Batterieeffekt im Mund ( bei Vorhandensein verschiedener Metalle plus Speichel ) freigesetzt werden Eingeatmeter Staub beim Entfernen von Amalgamfüllungen Genuss von einigen Hochseefischarten Die tägliche, im Mund freigesetzte Quecksilbermenge, welche der Körper aufnimmt und im Gewebe seiner Organe ablagert, ist sehr gering. Über Jahre können diese Ablagerungen jedoch zu einer massiven Schwächung oder Schädigung der betroffenen Gewebsstrukturen führen und diese anfällig für weitere Erkrankungen machen. Welche Symptome können Zeichen einer Quecksilberbelastung sein: Schlafstörungen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit Kopfschmerzen und Migräne chronisch wiederkehrende Infekte erhöhte Infektanfälligkeit unklare Konzentrationsstörungen Schwindelanfälle Nervosität, Reizbarkeit Depressionen Gedächtnisstörungen Zittern Allergien, Neurodermitis, Asthma Haarausfall bei Frauen Funktionseinschränkungen und Beschwerden der Niere, der Leber, des Lymphsytems Rheuma, Gicht Alzheimer Erkrankung multiple Sklerose Polyarthritis Parkinson Erkrankung chronische Darmprobleme Metallgeschmack Rücken - Gelenkschmerzen Seh - Hör – Sprachstörungen All diese Symptome können Hinweise auf bestimmte, oft erfolgreich behandelbare Erkrankungen sein, die keinen Zusammenhang mit Quecksilber haben müssen. Wenn die Abklärung möglicher Ursachen jedoch keine oder nur eine unbefriedigende Verbesserung der Beschwerden bringt, sollte an die Möglichkeit einer Quecksilber- oder anderer Giftstoffbelastungen gedacht werden. Spätestens dann ist die Mobilisierung und Ausleitung körperschädlicher Verschlackungen erforderlich. Besser noch ist eine Entgiftungsbehandlung natürlich vor dem Auftreten klinischer Symptome, da diese immer ein Zeichen einer schon fortgeschrittenen Ermüdung unseres Körperabwehrsystems sind. Unabhängig von feststellbaren Erkrankungszeichen besteht die Möglichkeit, über ein Testverfahren die Quecksilberbelastung im Labor zu bestimmen. Welche sind die Voraussetzungen für eine Ausleitungs- und Entgiftungstherapie: Beseitigung der Schadstoffe aus dem Umfeld unseres Körpers, z. B. Entfernung aller Amalgamfüllungen Ernährungsumstellung zum Ausgleich des Säure - Basen –Haushaltes Aktivierung und Stabilisierung unserer Körperregulationsfähigkeit (durch gesünderen Lebensrhythmus, Unterstützung unserer Körperfunktionen durch Mittel der Naturheilkunde) Wie wird die eigentliche Ausleitungs- und Entgiftungstherapie durchgeführt: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Ausleitungstherapie durchzuführen. Ausleitung mit pflanzlichen Extrakten Ausleitung mit biochemisch wirkenden Medikamenten Ausleitung mit homöopathischen Mitteln Ausleitung durch Kombination verschiedener Systeme Bei der Wahl der Therapie muss die individuelle Konstitution des Patienten, die bestehende Symptomatik, der zur Verfügung stehende Zeitrahmen und die Verträglichkeit der Wirkstoffe berücksichtigt werden. In meiner Praxis wende ich häufig eine Kombination mehrerer Ausleitungsvarianten an, um über verschiedene Wege eine maximale Entschlackung zu erreichen. Wie lange dauert eine Ausleitungstherapie: Die aktive, medikamentöse Ausleitungstherapie dauert, je nach Vorgehensweise, 3 Wochen bis 3 Monate. Ihr schließt sich ein Warteintervall von 4 - 6 Monaten an. Danach muss erneut geprüft werden, ob noch weitere Behandlungsphasen notwendig sind. Schwermetalle können sowohl in den Zellen bestimmter Gewebe, als auch in der, die Zellen umgebenden, extrazellulären Substanz eingelagert werden. Alle Ausleitungstherapien können im Wesentlichen nur das außerhalb unserer Zellen befindliche Quecksilber mobilisieren und abtransportieren. Dadurch entsteht ein Quecksilber - Konzentrationsgefälle im Gewebe zwischen dem Inneren der Zellen und deren Umgebung. Sinkt die Konzentration der Schwermetalle außerhalb der Zellen, so geben die Zellen Quecksilber an ihre Umgebung ab. Dieser Prozess dauert einige Zeit, so dass nach einer Verbesserung einer schwermetallverursachten Symptomatik nach einiger Zeit wieder eine Verschlechterung auftreten kann, die eine erneute Ausleitung des jetzt für die Ausleitungsmittel erreichbaren Quecksilbers notwendig machen kann. Bei schweren Gewebsbelastungen können deshalb mehrere solche Ausleitungsphasen notwendig sein. Was kostet eine Ausleitungstherapie: Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Ausleitungstherapie in der Regel nicht. Damit muss der Patient die Kosten, die, je nach Behandlungsumfang 300 - 800 Euro betragen können, selbst bezahlen. Für weitere Informationen vereinbaren Sie bitte einen Beratungstermin. Veröffentlichungen 1. Untersuchungen mit radioaktivem Quecksilber bei Ziegen haben ergeben, das 24 Std. nach dem Legen großer Kauflächen-Amalgamfüllungen, Quecksilberionen in Teilen des Gehirns, des Rückenmarks, der Nebennieren, Hormondrüsen, der weiblichen Eierstöcke, der männlichen Hoden und der Darmwand nachgewiesen wurden. Nicht zu vergessen, dass Quecksilber kein essentielles Spurenelement ist - das heißt, Quecksilber kommt im gesunden Körper nicht vor. 6 Monate später wurden bei Nachmessungen die gleichen Werte festgestellt - was bedeutet, dass die Ausscheidung von Quecksilber minimal war. 2. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte legt fest: "Amalgam darf nur für okklusionstragende Füllungen im Seitzahngebiet eingesetzt werden und nur dann, wenn andere, plastische Füllungsmaterialien nicht indiziert sind und andere Restaurationstechniken nicht in Frage kommen." "Aus Gründen des Gesundheitsschutzes soll die Zahl der Amalgamfüllungen so gering wie möglich sein, da jede Amalgamfüllung zur Quecksilberbelastung des Menschen beiträgt." 3. Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion dürfen keine quecksilberhaltigen Füllungen gelegt werden, um der Gefahr einer Nierenschädigung vorzubeugen. Bei diesen Patienten sind die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, die Mehrkosten für alternatives, gesunderes Füllungsmaterial zu übernehmen. Bei Patienten ohne bekannte Nierenschädigung, ist der Einfluss der Schwermetallüberflutung zumindest bis zur Feststellung eines Nierenschadens somit nach deutschen Krankenkassenrecht unbedenklich. 4. Da kindliches Gewebe sehr viel empfindlicher auf Schwermetallbelastungen reagiert, sollen Amalgamfüllungen bei Kindern nur zum Einsatz kommen, wenn keine andere Versorgungsform möglich ist. (Empfehlung der Bundeszahnärztekammer) 5. Bei Schwangeren soll kein quecksilberhaltiges Füllungsmaterial verwendet werden, da Quecksilber die Plazentaschranke überwindet und im fötalen Gewebe (besonders in Leber und Gehirn des werdenden Kindes) gespeichert werden kann. (Wiss. Rep.) 6. Amalgamreste aus Zahnarztpraxen vergiften den Klärschlamm von Kläranlagen in so hohem Maße mit Quecksilber, das dieser nicht mehr zur natürlichen Felddüngung benutzt werden darf. Deshalb sind seit 1990 in allen deutschen Zahnarztpraxen Amalgamabscheider zum Ausfiltern von Amalgamresten Pflicht. (Bundesumweltamt) 7. Zusammenfassend ist festzustellen, dass derzeit bei Beachtung aller Vorsichtsmaßnahmen, aller Anwendungsbeschränkungen und Einsatzverbote nicht genügend wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, die den Verdacht eines unvertretbaren gesundheitlichen Risikos durch Amalgamfüllungen begründen. (Bundesgesundheitsamt) Liebe Patienten, ich glaube, dem ist nichts mehr hinzu zu fügen. festsitzender Zahnersatz 1. Krone Soll ein Zahn überkront werden, so ist die Zahnkrone zunächst überall ca. 1,5 - 2 mm zu verkleinern. Danach wird ein Abdruck genommen, aus welchem sich der Zahntechniker ein Modell gießt, worauf dann die Krone gefertigt wird. Meist ist noch ein Abdruck des Gegenkiefers und eine Darstellung der Bissverhältnisse nötig. Wir unterscheiden heute verschiedene Kronenarten: Vollguss - Krone Vollgusskronen sind die stabilsten Kronen, kommen auf Grund ihres Aussehens aber nur im Seitzahngebiet zum Einsatz. Sie können aus verschiedenen Legierungen (Nichtedelmetalllegierung, goldreduzierte Legierung, hochgoldhaltige Legierung) gefertigt werden. Verblend - Krone Verblendkronen haben einen Metallkern, der mit Keramik oder Kunststoff zahnfarben verkleidet wird. In der Regel werden keramische Verblendungen verwendet, da sie in Stabilität und Ästhetik den Kunststoffverblendungen überlegen sind. Vollkeramikkrone Vollkeramikkronen sind metallfrei und ermöglichen die besten ästhetischen Ergebnisse. Stiftkronen Stiftkronen kommen zur Anwendung, wenn die Zahnkrone völlig zerstört ist, die Zahnwurzel im Kiefer aber noch erhaltungswürdig ist. Dann wird zunächst im Wurzelkanal ein Stift - oder Schraubenaufbau verankert und danach eine Krone aufzementiert. Kronen mit keramischer Stufe Um im sichtbaren Frontzahnkronenbereich die Gefahr dunkler Kronenränder zu vermeiden, die als Folge der am Kronenrand dünner werdenden Verblendschicht auftreten können ( der Metallkern könnte durchscheinen), werden die Kronenränder von vornherein ausschließlich in Keramik gearbeitet. Dies verbessert die Ästhetik oft erheblich und ist ein finanzieller Kompromiss zwischen der Verblendkrone und der Vollkeramikkrone. Teilkronen Wenn einzelne Außenwände des Zahnes noch erhaltungsfähig sind, so kommen Teilkronen zur Anwendung, bei denen Teile des noch gesunden Zahnschmelzes erhalten werden können. 2. Brücken Bei Verlust eines oder mehrerer Zähne wird die Kaufunktion eingeschränkt. Die gegenseitige Stabilisierung der Zähne geht verloren, was dazu führen kann, dass die Nachbarzähne im Laufe der Zeit in die Lücke hinein kippen (nicht wachsen). Außerdem wertet so eine Lücke im sichtbaren Bereich den Gesamteindruck eines Menschen nicht wirklich auf. Um mit einer Brücke eine Lücke schließen zu können, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Die Pfeilerzähne müssen der Mehrbelastung, welche eine Brücke mit sich bringt, gewachsen sein, der Zahnhalteapparat muss bestimmten Anforderungen genügen, die knöchernen Strukturen im Bereich der Zahnwurzel müssen intakt sein. Brücken bestehen aus Kronen, die auf die, die Lücke begrenzenden, Zähne aufgesetzt werden und Zwischengliedern, welche Zahnform haben, die Lücken schließen und fest mit den Kronen verbunden sind. Diese Konstruktion wird einzementiert. Die Materialauswahl ist analog den Kronenvarianten. Adhesivbrücken Eine Sonderform der Brückentherapie stellen die Adhäsivbrücken dar. Sie zeichnen sich durch eine besonders sparsame Beschleiftechnik, meist nur auf den Mundinnenseiten der Pfeilerzähne aus. Adhäsivbrücken werden mit Säure - Ätz - Technik und Kunststoff an den Zähnen befestigt. Herausnehmbarer Zahnersatz Teilprothesen Unter Teilprothesen versteht man herausnehmbaren Zahnersatz bei großen Lücken oder Mehrfachlücken oder wenn die Zähne, die die Lücken begrenzen, nicht mehr als Brückenpfeiler eingesetzt werden können. Es wird unterschieden in: provisorische Prothesen einfache Prothesen zur vorübergehenden Lückenversorgung mit einfachen, gebogenen Klammern Modellgußprothesen stabile, gegossene Prothesen mit hochwertigen, Gussklammern, zur dauerhaften Lückenversorgung kombinierter Zahnersatz Kombinierter Zahnersatz besteht aus festzementierten Primärteilen, welche über sehr hochwertige Haltevorrichtungen ein herausnehmbares Prothesenteil verankern. Diese Haltevorrichtungen können Teleskope, Geschiebe, Riegel, Kugelanker o. ä. sein. Der Vorteil dieser Gruppe von Versorgungen ist ein hervorragender Halt des Prothesenteils im Mund bei schöner Ästhetik, da im sichtbaren Bereich auf Klammern völlig verzichtet werden kann. Teleskopprothesen Am Häufigsten kommen bei uns Teleskopprothesen zum Einsatz. Diese kann man sich am besten als Fingerhutsystem vorstellen. Auf die Pfeilerzähne werden dünne Metallkappen zementiert. In die Prothese werden passgenau ebenfalls Metallhülsen eingearbeitet und zwar so, dass beim Einsetzen der Prothese die Metallkappen des Mundes in die Hülsen in der Prothese hineinrutschen. Da beide Teile ganz passgenau gefertigt sind, kommt zu einer Reibungshaftung zwischen den beiden Teilen, die sehr gut ist. Vollprothesen Vollprothesen kommen im zahnlosen Kiefer zum Einsatz. Ihr Halt im Mund resultiert aus der Saugfähigkeit der Prothesen an der Mundschleimhaut. Diese ist im Oberkiefer meist besser gegeben, als im Unterkiefer. Auch das Ausmaß des Verlustes des Kieferkamms ( Knochenleiste auf der früher die Zähne standen ), ist für den Prothesenhalt von Bedeutung. Alle Arten von herausnehmbarem Zahnersatz müssen regelmäßig kontrolliert und von Zeit zu Zeit unterfüttert werden, da auch die Schleimhaut des Mundes sich im Laufe der Zeit verändert. Implantologie Zahnärztliche Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die im Kieferknochen fest verankert werden und festsitzenden oder herausnehmbaren Zahnersatz tragen. Besondere Einsatzgebiete sind: Zahnlücken, deren Nachbarzähne völlig gesund sind und die man deshalb nicht als Brückenpfeiler beschleifen will. Gebisssituationen, wo festsitzender Zahnersatz auf Grund der Größe der Lücken nicht mehr stabil an den restlichen, vorhandenen Zähnen zu verankern ist. Kiefersituationen, die eine akzeptable Lagerung und Saughaftung von Vollprothesen an bzw. auf der Mundschleimhaut nicht mehr zulassen. Die wichtigsten Vorteile der Implantatversorgung: Zahnimplantate werden seit über 30 Jahren eingesetzt Zahnimplantate bieten den gleichen Komfort wie natürliche Zähne Zahnimplantate haben bei entsprechender Pflege eine sehr gute Haltbarkeit über viele Jahre Zahnimplantate gewährleisten die Wiederherstellung einer optimalen Kaufunktion und Ästhetik Zahnimplantate schonen gesunde Nachbarzähne Zahnimplantate wirken knochenerhaltend, da durch die direkte Einleitung der Kaukräfte in die knöchernen Strukturen der sonst übliche allmähliche Gewebsabbau reduziert werden kann Zahnimplantate geben Ihnen mehr Lebensqualität Zahnimplantate haben eine Herstellergarantie von 10 Jahren auf das Material Die Versorgung eines Patienten ist sehr zeitaufwendig, da nach ausführlicher Diagnostik und Planung die Implantate in den Kiefer eingesetzt werden. Dann müssen diese bei den meisten der derzeit üblichen Behandlungstechniken ca. 3 - 6 Monate einheilen. Erst danach kann der eigentliche Zahnersatz angefertigt und eingesetzt werden. In der Zwischenphase werden die Patienten mit einer provisorischen Prothese versorgt. Voraussetzung für den Behandlungserfolg ist eine gute Verträglichkeit des körperfremden Implantates und eine sehr gute Mitarbeit und Mundhygiene.